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Pressemitteilung vom 29. März 2009
Ein besonderes Jahr bei der Feuerwehr Götzenhain
Jahresschlussversammlung für das Jahr 2009 /
Traditionelle Fahrzeugübergabe des neuen MTF 7-19 /
Ein Jahr im Zeichen der Nachwuchsförderung
Das Gruppenfoto zeigt von links nach rechts
Stadtbrandinspektor Andreas Baumbusch,
Bürgermeister Dieter Zimmer,
Wehrführer Carsten Lichtinghagen,
stellvertretenden Wehrführer Marco Engel,
sowie
Magistratsmitglied Heinz-Georg Stöhs.
Die Jahresschlussversammlung der Götzenhainer Wehr für das Jahr 2009 wurde
mit einer Fahrzeugübergabe - einer langjährigen Tradition folgend -
eingeleitet.
So hatte die Feuerwehr am Samstag, den 20. März 2010 um 19:00 Uhr zur
Schlüsselübergabe des neuen Mannschaftstransportfahrzeuges MTF 7-19
in das Feuerwehrhaus in der Dietzenbacher Straße eingeladen.
Ein Bus vom VW T5 löst ab sofort den inzwischen 16 Jahre alten
VW T4-Bus ab. Bei der Neubeschaffung handelt es sich zwar um
ein Gebrauchtfahrzeug mit 22.000 km, jedoch schadet diese Tatsache
dem künftigen Einsatzzweck nicht - das Fahrzeug steht nach einer
Aufrüstung mit Feuerwehrtechnik und -beschriftung da wie neu.
Bereits seit Dezember 2009 steht der VW Bus im Götzenhainer
Feuerwehrhaus und hat sich in dieser Zeit erfolgreich
bewährt.
Der T5 ist länger und schwerer als sein Vorgänger, besitzt einen größeren Radstand
und bietet somit mehr Laderaum. Das Fahrzeug erweist sich als sehr
praktisch im Bezug auf die Verwendung bei der Jugendfeuerwehr,
dem Spielmannszug und natürlich im Einsatz.
Als Extra besitzt der T5 u.a. eine Klimaanlage mit getrennten Klimazonen
für Front- und Heckpassagiere.
Für den Kofferraumausbau ist eine variable Beladung mit zwei
Kunststoffkisten vorgesehen - hauptsächlich handelt es sich
hierbei um Material zum Absichern von Einsatzstellen.
Speziell zum Absichern wurde im Heck unter der Kofferraumklappe
ein Rückwarnsicherungsbalken eingebaut.
"Ein MTF zu besitzen ist für uns sehr wichtig, speziell im
Bezug auf die Jugendfeuerwehr und den Spielmannszug", so
Carsten Lichtinghagen, amtierender Wehrführer der Feuerwehr
Götzenhain.
"Wie sich gerade erst gezeigt hat, ist jedes Fahrzeug im
Einsatz wichtig und notwendig. Z.B. beim letzten Unwettereinsatz
waren in der Tat alle Fahrzeuge von allen Dreieicher Wehren
im Einsatz. Hierzu zählte auch unser neues Fahrzeug, das
beladen mit einer Kettensäge und ein paar Mann als eigene
Einheit unterwegs war."
Im Anschluss an die Fahrzeugübergabe des neuen MTF fand um 19:30 Uhr die
Jahresschlussversammlung für das Jahr 2009 statt.
Als Gäste hatten sich
Bürgermeister Dieter Zimmer,
Magistratsmitglied Heinz-Georg Stöhs,
Stadtbrandinspektor Andreas Baumbusch
und
Kreisbrandinspektor und Präsident des Hessischen Landesfeuerwehrverbandes
Ralf Ackermann
zur Versammlung in Götzenhain eingefunden.
Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden der Feuerwehr,
Dietmar Schubert, erfolgte der Bericht des Wehrführers Carsten
Lichtinghagen.
Ein besonderes Jahr im Zeichen der Nachwuchsförderung
Als ein "besonderes Jahr im Zeichen der Nachwuchsförderung"
resümierte Lichtinghagen seinen Bericht über das vergangene Jahr 2009
und verweiste auf die Gründung der Jugendfeuerwehr
am 10. Oktober als wichtigstes Ereignis.
Lichtinghagen zeigte sich zufrieden über das Ereignis und dankte Patrick Jung
für seine Verdienste um die
Etablierung der Jugendfeuerwehr. Ziele für das Jahr 2010 sind
der weitere Ausbau der Jugendfeuerwehr und die Sicherung des
Nachwuchses.
"Jedoch ist es hiermit nicht getan. Wir müssen und auch
um Quereinsteiger bemühen und beispielsweise Personen aus dem
Freundes- und Bekanntenkreis für die Feuerwehr begeistern", so der
Wehrführer.
Entgegen dem rückläufigen Trend bei der Personalentwicklung konnte
die Feuerwehr Götzenhain im vergangenen Jahr sogar noch einen leichten
Zuwachs verzeichnen. Ein weiterer Kamerad ergänzt die Einsatzabteilung
der Wehr, die nun insgesamt 45 Personen zählt.
Ausbildung und Unterrichte
Im vergangenen Jahr wurden von den Mitgliedern der Einsatzabteilung
insgesamt 26 Übungen und Unterrichte absolviert. Im Durchschnitt zählte
Lichtinghagen - wie im Vorjahr - 17 Teilnehmer bei den Veranstaltungen
und sieht hier Verbesserungsbedarf.
Im Anschluss an der Personalstatistik gab Lichtinghagen einen kurzen
Überblick über die interessanten Termine im zurückliegenden Jahr.
Zu einem der Höhepunkte zählte sicherlich der
Bahnunterricht im Februar, beim dem die Wehr Unterstützung vom Bahnmanager
Martin Bucher erhielt.
Feuerwehr bedeutet lebenslanges Lernen - Fortbildung beispielsweise auch
im Bereich neuer Technologien. Hierzu zählt beispielsweise das Thema
Digitalfunk, in das der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jürgen
Becker der Wehr einen Einblick lieferte.
"Der Digitalfunk ist eine sehr interessante und wichtige Sache,
jedoch scheint das Thema auch noch sehr weit weg zu sein", unterstrich
Lichtinghagen. Etwas Licht ins Dunkle brachte Ralf Ackermann
im weiteren Verlauf der Versammlung.
Einer noch jungen Tradition folgend, einmal im Jahr ein besonderes
Objekt zu begehen, wurde auch in 2009 die Katholische Kirche
ausgewählt. Arne Bales organisierte eine Führung durch die Gebäude,
bei der natürlich brandschutztechnische Aspekte beleuchtet wurden.
Im Juni fand wieder einmal Dank der Unterstützung von stellvertretendem
Stadtbrandinspektor Jürgen Becker eine Übungs- und Unterrichtseinheit
statt. Das Thema stellte die Leitstelle in Dietzenbach dar. Die Teilnehmer
erhielten eine Führung und einen Einblick in die Technik. Eine zweite
Gruppe wurde von Horst Bauch durch den Katastrophenschutzbunker geführt.
Als eine Überraschung bezeichnete Carsten Lichtinghagen das Jubiläum
der Feuerwehr Buchschlag. Ursprünglich als große Veranstaltung geplant,
wurde sie von Monat zu Monat herabgestuft. Schließlich fand eine
"gute Jubiläumsparty rund um das Feuerwehrhaus statt, allerdings ohne großes
Fest", die bei den Besuchern jedoch sehr gut ankam.
Weitere Schwerpunkte in 2009 bildeten eine Brandangriffsübung auf ein
Objekt im Dreieichenhainer Industriegebiet, der Brandsicherheitsdienst
anlässlich der landwirtschaftlichen Großveranstaltung "Stadt und Land -
Hand in Hand", eine Forstübung und Unterrichte zu den Themen Sonder-
und Wegerechte sowie Ortskunde und Fahrertraining.
Insbesondere das letzte Thema öffnete vielen Feuerwehrleuten die
Augen - hatte man sich doch fachkundige Unterstützung bei Klaus
Schleidt aus Dietzenbach, dem Fahrlehrer und Fachmann in Sachen
Straßenverkehrsordnung und Führerscheinklassen ins Haus geholt.
Theorie ist die eine Seite - fahrerische Praxis die andere Seite.
Hier appelierte der Wehrführer an seine Mannschaft, künftig mehr
Bewegungsfahrten zu unternehmen, um mehr Routine beim Umgang mit den
Fahrzeugen zu erlangen.
Eine gemütliche Weihnachtsfeier beendete die Übungs- und Unterrichtsserie
im vergangenen Jahr.
Neben den eigenen Unterrichten und Übungen wurden selbstverständlich
auch wieder Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht.
Lichtinghagen ist "sehr stolz und sehr erfreut über die zusätzlich
zum Einsatz- und Übungsdienst absolvierten Lehrgänge".
Die in 2009 besuchten 15 Lehrgänge gliedern sich wie folgt auf:
zwei Grundlehrgänge, vier Sprechfunklehrgänge, ein Seminar Türöffnen,
ein Grundseminar Atemschutz, ein Gerätewartlehrgang, ein
Truppführer, ein Lehrgang Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall,
drei Maschinistenlehrgänge und ein Gruppenführerlehrgang.
Den Spitzenreiter bildet Arne Bales mit drei absolvierten Lehrgängen.
59 Einsätze im Jahr 2009
Zu insgesamt 59 Einsätzen ist die Feuerwehr Götzenhain im Jahr 2009
ausgerückt: 45 Hilfeleistungseinsätze, zehn Brandlöscheinsätze und
vier Fehlfahrten. Im Vergleich zum Jahr 2008 waren es zehn Einsätze
mehr, jedoch glücklicherweise keine mit größeren Sach- oder Personenschäden.
Die Alarmierung erfolgte u.a. zum Richten eines Storchennestes auf Hofgut Neuhof,
zur nachbarschaftlichen Löschhilfe einer brennenden Gartenhütte in Offenthal,
Wespen, Unwetter mit Starkregen und 27 Einsatzstellen - was sich als
gutes Training für das Handling mehrerer zeitgleicher Einsatzszenarien
erwies. Weiterhin erfolgte die Fahrt nach Sprendlingen zu einem brennenden
Balkon im Berliner Ring, Brandgeruch in der HSV-Halle aufgrund eines
überhitzter Elektromotors der Kegelbahn sowie eine geplatzte Wasserleitung
in der Hügelstraße, die Wasser aus einer Lampe über dem Hauseingang
laufen ließ.
Die nachbarschaftliche Unterstützung bildete sicherlich einen
Schwerpunkt bei den Einsätzen im vergangenen Jahr. Leider wurde die
Wehr oftmals alarmiert, obwohl sie letztlich nicht zum Einsatz kam.
Um dem zu entgehen, wünscht sich der Götzenhainer Wehrführer optimierte
Alarmierungskonzepte, die für das richtige Material und die richtigen
Ressourcen zur richtigen zeit sorgen.
Feuerwehr-Ausschuss
Im vergangenen Jahr erfolgten drei Sitzungen des Feuerwehr-Ausschusses,
bei denen u.a. die Neubeschaffung des MTF besprochen wurden.
In die engere Auswahl gelangte neben dem VW T5 auch ein Opel Vivaro,
der leider aus technischen Gründen ausgeschlossen werden musste.
Letztlich erhielt man mit dem VW ein nicht unbedingt schlechteres
Fahrzeug und konnte sogar noch einige technische Rafinessen verwirklichen.
Seinen Bericht über das besondere Jahr 2009 beendete Lichtinghagen
mit dem Dank an seinen Stellvertreter Marco Engel, die Gerätewarte,
den Feuerwehr-Ausschuss, die Jugendfeuerwehr und den Vereinsvorstand.
Lichtinghagen lobte die gute Zusammenarbeit und richtete seinen Dank
an die Stadtbrandinspektoren in Sprendlingen, die hauptberuflichen Kräfte,
den Produktverantwortlichen sowie an den Magistrat.
Fünf Stadtteilfeuerwehren zusammengenommen bieten eine große Sicherheit
für die Bürger
Unter dem Punkt "Gäste haben das Wort" bestätigte der Dreieicher Bürgermeister
Dieter Zimmer Lichtinghagens Ausführungen über ein "ereignisreiches Jahr".
Die Einsätze haben sich in einem akzeptablen Rahmen gehalten und
glücklicherweise habe es keine "unter die Haut gehenden Einsätze" gegeben.
Zimmer gab Anerkennung für die hervorragende Arbeit und das Engagement
an jedem Tag, 24h am Tag. Als wichtigstes Ereignis und "Paukenschlag"
bezeichnete er die Gründung der Jugendfeuerwehr in 2009. Das Ereignis
werde "Geschichte schreiben", sagte Zimmer und dankte Patrick Jung und seinem
großen Team. "Jugendfeuerwehr", so Zimmer, "sei nicht nur eine notwengie
Nachwuchsorganisation, sondern stelle auch wichtige soziale Jugendarbeit dar
und sei besonderer Dank wert".
Großer - auch überregionaler - Beliebtheit erfreue sich die
Après Ski Party, die für wahre Besucherströme sorge. Es sei eine
"tolle Arbeit von einem tollen Team", das nicht nur bei Einsätzen
gut zusammenarbeitet, "sondern auch tolle Veranstaltungen auf die
Beine stelle".
Zimmer dankte abschließend der Ehren- und Altersabteilung sowie
Reinhard Göckes für die Arbeit im Spielmannszug, Dietmar Schubert und dem
Feuerwehrvorstand. Die Götzenhainer Wehr verfüge über eine
"starke Gemeinschaft - nur durch sie kann ein solcher Erfolg deutlich
werden".
Viel Erfolg - aber nicht so viel, daß ein Skilift gebaut wird
Der Rede des Bürgermeisters schloss sich Magistratsmitglied Heinz-Georg Stöhs
an. Auch er dankte den Mitgliedern der Feuerwehr Götzenhain für ihr
ehrenamtliches Engagement und wünschte viel Erfolg - aber bitte nicht so
viel, daß noch ein Skilift gebaut werden müsse.
Die Feuerwehren müssen sich bemühen, Kräfte zu finden, die sich engagieren wollen
In diesem Jahr war Kreisbrandinspektor und Präsident des Hessischen
Landesfeuerwehrverbandes, Ralf Ackermann, wieder nach Götzenhain gekommen.
Ackermann richtete die Grüße von Seiten des Kreises aus und bedankte
sich für die gute Zusammenarbeit.
Ackermann beglückwünschte die Bürgerinnen und Bürger zum neuen MTF - schließlich
erhalte die Feuerwehr Handwerkszeug, damit sie ihre Arbeit erledigen kann.
Der MTF sei "ein wichtiges Fahrzeug, vielseitig einsetzbar und helfe,
wichtige Aufgabe zu erfüllen", so Ackermann.
Schließlich besäßen "nicht nur die großen Fahrzeuge ihre Wichtigkeit".
Auch für Ackermann ist Feuerwehrnachwuchs ein heißes Thema.
"Die Feuerwehren müssen sich bemühen, Kräfte zu finden, die sich engagieren wollen"
und müsse sie binden. Es sei die Präsentation einer modernen Organisation
nötig.
Man versuche Kinderfeuerwehren für das Alter zwischen sechs und zehn
Jahren zu etablieren. Das Ziel besteht darin, Kinder spielerisch sehr früh
an die Feuerwehr zu binden.
Ackermann sieht die Feuerwehr in großer Konkurrenz zu Sportvereinen, die
Kinder ebenfalls ab dem Alter von sechs Jahren aquirieren.
"Wenn es nicht gelingt, Kinder früh zu binden - dann sieht es dünn aus",
so Ackermann. Versicherungstechnisch sind Kinderfeuerwehren übrigens
rundum abgedeckt. Für erwachsene Feuerwehrleute sorge man auf Landesebene
derzeit für eine Optimierung der sozialen Absicherung.
Die von Lichtinghagen kritisierte Alarm- und Ausrückeordnung (AAO)
funktioniere laut Ackermann sehr gut. "Man arbeite als Team - nicht nur
in der eigenen Feuerwehr, sondern auch mit Stadtteilen und städteübergreifend.
Wichtig sei es, "personelle Ressourcen zu haben", führte Ackermann aus.
Auch vom Digitalfunk wusste Ackerman Neues zu berichten: der Aufbau der
Basisstationen habe im Kreis zwischenzeitlich begonnen und man gehe
im nächsten Jahr in Probebetrieb.
Auch Ackermann motivierte die Mitglieder der Wehr, sich aktiv an der
Aus- und Fortbildung zu beteiligen. Sie sei notwendig wegen
des sich änderen Handlings der Technik.
Eine Neufassung des Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetzes
ermöglicht ab sofort den Feuerwehrdienst bis zu einem Alter von 65 Jahren.
Zudem ist demnächst die Erlangung sog. Feuerwehrführerscheine
für Fahrzeuge von 3,5 - 4,75 t zul Gesamtgewicht möglich. Die Schulung
erfolgt dabei direkt in der Feuerwehr und werde mit einer Prüfung
abgeschlossen.
Neuerungen auf Seite des Kreise bilden laut Ackermann
ein Abrollbehälter für den Massenanfall von Verletzten, ein
Gerätewagen Licht und Energoie (Flutlichwagen) sowie neue
Einsatzfahrzeuge im Rettungsdienst.
Auch Ackermann bezeichnete das Jahr 2009 zwar als relativ ruhiges Jahr,
jedoch haben sich schwere Verkehrsunfälle und der Absturz
eines Kleinflugzeugs ereignet. "Das Gefährdungspotenzial ist einfach da",
so Ackermann.
Eine der größten Feuerwehren, was die Abteilungen angeht
Als eine der größten Feuerwehren, was die Abteilungen angeht,
lobte der Dreieicher Stadtbrandinspektor Andreas Baumbusch die
Götzenhainer Wehr.
Er dankte Carsten Lichtinghagen für die geleistete Arbeit
und auch viele Arbeit - auch im Hinblick auf die Feste, welche die Wehr
organisiere. "Götzenhain verfügt über ein gutes Team mit
entsprechendem Zuspruch und die Arbeit läuft rund", so Baumbusch.
Wie auch bereits Dieter Zimmer wies Baumbusch auf die Gesundheit
der Einsatzkräfte hin: "sie ist das A und O - bitte schaut darauf".
Dank an Lebensparterinnen für Verständnis
Jugendfeuerwehr: von Null auf Sechzehn
Seinen ersten Jahresabschlußbericht verlas Patrick Jung als
Jugendwart der neu gegründeten Jugendfeuerwehr.
Seinen Bericht hielt er "so kurz wie möglich, so ausführlich wie nötig".
Am Anfang des Jahres 2009 habe man kein einziges Mitglied der
Jugendabteilung vorweisen können.
Die Teilnahme am Faschingsumzug, die ein rundes Gesamtbild darstellte,
sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Karl-Nahrgang-Schule, die in
Aktionstagen und Infoständen mündete, ein erstes Elterntreffen und
Treffen für interessierte Jugendliche sorgten dafür, daß man zur
Gründung der Jugendfeuerwehr im Oktober
16 Mitglieder zählen konnte - 14 Jungen und zwei Mädchen.
Insgesamt wurden 50 Stunden in feuerwehrtechnischer Ausbildung
absolviert. Hinzu kamen 10 Stunden, in denen allgemeine Jugendarbeit
stattfand. 583 ehrenamtliche Stunden leisteten die Mitglieder.
Zu den herausragenden Ereignissen der Jugendfeuerwehr zählten
in 2009 u.a. die Fahrt zum Kreisfeuerwehrtag, die Einkleidung am 18. Juni
und die erste Übung am Tag darauf.
Auf dem Übungsplan standen u.a. der Brandangriff, eine Gemeinschaftsübung
mit der Jugendfeuerwehr Dreieichenhain und das Berufsfeuerwehrwochenende.
Bei der Übung der Einsatzabteilung am 18. Juli 2010 durften die Nachwuchskräfte
sogar erstmals als Statisten bei den "Großen" mitwirken.
Patrick Jung und sein Team konnten schließlich ihren größten Erfolg
mit der Gründungsfeier der Jugendfeuerwehr im Oktober feiern.
Die Mühe hatte sich gelohnt.
Den übungen in den Sommermonaten schlossen sich schließlich
Theorie in den kälteren Monaten an - z.B. die FWDV 3 und Erste Hilfe.
Eine Schnitzeljagd durch Götzenhain bildete den Jahressabschluss.
Bericht der Ehren- und Altersabteilung
Ebenfalls seinen ersten Bericht im neu gewählten Amt konnte
Hartmut Jung vortragen, der den Vorsitz der Ehren- und Altersabteilung
im vergangenen Jahr von Adolf Müller übernommen hatte.
Sein gutes Verhältnis zu den älteren Kameraden sowie seine
Bewunderung über deren Leistung nach dem Wiederaufbau und die Leistung
allgemein habe ihm den Einstieg leicht gemacht.
In seinem Bericht erinnerte er an die beiden im letzten Jahr
verstorbenen Kameraden Adolf Müller und Schorschel Dechert.
Ersterem fiel ein Stein vom Herzen, als er seine Ehren- und
Altersabteilung durch die Wahl Jungs nicht als verloren sah.
Müllers Grundsatz habe immer "es gibt nur eine Feuerwehr, kein jung
und kein alt" gelautet, erinnerte Jung.
Schorschel Dechert hingegen habe Jung die feuerwehrtechnische
Ausbildung vermittelt.
An Aktivitäten zählte Hartmut Jung den Kreppelkaffee im Februar,
den Quetschekaffee im September, die Besichtigung des Wetterparks
im Oktober sowie die Weihnachtsfeier auf.
Einen weiteren Höhepunkt stellte die Fahrt in das Ostertal im
Odenwald mit anschließender Besichtigung des Lebkuchendorfes
Beerfurth dar.
Jung dankte abschließend der Wehrführung und dem Vorstand für
die gute Zusammenarbeit und hofft auf ein ruhiges Jahr, insbesondere,
was Friedhofsbesuche betrifft.
Ehrungen, Beförderungen und Verabschiedungen
Drei Ehrungen standen auf dem Agenda in diesem Jahr.
Ronald Schröder erhielt die Ehrung für 25 Jahre aktive
Tätigkeit im Feuerwehrdienst. Schröder hat sich in den
letzten Jahren durch den Besuch viele Feuerwehrseminare
nicht nur selbst aktiv weitergebildet, sondern vermittelt
sein Wissen bereits seit langer Zeit im Rahmen der
Brandschutzerziehung weiter und ist in der Ausbildung
der Nachwuchsfeuerwehrleute sehr aktin.
In seiner Laudatio nannte Ralf Ackermann zunächst einige
Zahlen: "wir haben heute eine deutlich höhere Einsatzfrequenz. Wir
zählen 4.000 Einsätze im Kreis, wovon 20% auf Brände entfallen.
Das Sturmtief Xynthia erforderte 700 Einsätze in 12 Stunden.
Wichtig sind Personal und Technik, beides muß zusammenwirken.
25 Jahre aktiver Feuerwehrdienst können mit dem Vergleich zu
einem PKW veranschaulicht werden - Käfer und Golf. Die Einsatztechnik
ändert sich und fordert heute ein anderes Arbeiten.
Fortbildung und das am Ball bleiben wird damit immer wichtiger
und führe zu einem lebenslangen Lernen bei der Feuerwehr",
so Ackermann.
"Wichtig ist es ferner, der Gesellschaft zu vermitteln, daß es
Menschen gibt, die sich uneigennützig für andere Menschen einsetzen.
Dies sollte von Mitbürgern geschätzt werden."
Ackermann überbrachte den Dank des Landes Hessen sowie von
Landrat Quilling in Form des silbernen Brandschutzehrenzeichen
des Landes Hessen und dem bronzenen Ehrenzeichen des Kreises Offenbach.
Die Ehrungen von Roland Göckes und Christoph Gaubatz erfolgen zu
einem späteren Termin.
Nachdem im vergangenen Jahr keine Beförderungen erfolgten, konnten
in diesem Jahr Roy Thoma und Markus Müller zum Feuerwehrmann befördert
werden.
Die Bezeichnung "Oberfeuerwehrmann" tragen künftig Arne Bales, Kai Winkel,
Enrico Schröder, Michael Friedrich, Jochen Schröder, Carola Müller,
Markus Frank und Kai Lichtinghagen. Patrick Jung wurde zum Löschmeister
ernannt, Marco Engel zum Oberlöschmeister.
Bericht des Vorsitzenden
Nach einer kurzen Versammlungspause gab Dietmar Schubert in seiner Funktion
als Vereinsvorsitzender einen Rückblick auf das Jahr 2009.
Schubert lieferte zunächst eine Überblick über die Mitgliederzahlen.
209 Mitglieder umfasst derzeit der Verein der Feuerwehr Götzenhain -
139 davon sind fördernde Mitglieder.
Zur Einsatzabteilung gehören 45 aktive Mitglieder, 9 Mitglieder zur
Ehren- und Altersabteilung (zusätzlich 13 Frauen verstorbener Mitglieder) und
25 Spielleute dem Spielmannszug (nur Götzenhain) an.
Leider ist die Gesamtentwicklung der Mitgliederzahlen leicht rückläufig,
weshalb die Wehr versuchen wird, weitere fördernde Mitglieder zu gewinnen.
Auch Schubert lobte das Team der Feuerwehr Götzenhain: "es funktioniert sehr gut".
Die Zusammenarbeit sei sehr zufriedenstellend und erfolge reibungslos.
Jeder bringe seine Kompetenzen ein.
Schubert dankte Wehrführung, Vorstand und Ausschuss und allen aktiven
Mitgliedern und allen, die helfen, ein super Veranstaltung
auf die Beine zu stellen.
Insbesondere Hartmut Jung als Nachfolger von Adolf Müller sei ein "sehr
guter Griff" gewesen und erweise sich als sehr gute Konstellation.
Auch Schubert lobte noch einmal das Konzept der Après Ski Party.
Sie sei ein "richtig guter Erfolg und werde hervorragend angenommen.
Die Dreieichbahn ist so voll wie nie und Taxis richten einen Stand ein",
so Schubert.
Weitere Veranstaltungshöhepunkte bildeten das Maifest auf dem Scherbelino,
das Waldfest des Spielmannszuges und die Gründung der Jugendfeuerwehr.
Als "dringliche Vorhaben für 2010" nannte Schubert die räumliche Umstellung
bedingt durch Jugendfeuerwehr sowie Baumaßnahmen zum Innenausbau des Blockhaus,
die jedoch in den nächsten Monaten abgeschlossen sein sollten. Die
Entwicklung des Außenbereiches werde man abwarten.
Eine Einweihungsfeier ist im Rahmen eines Familientages angedacht.
Auch 2010 ist wieder mit dem 01. Mai auf dem Scherbelino und dem
Dorfbrunnenfest in der Zeit vom 28.-30. Mai 2010 ein volles Programm
angesagt. Die Vorbereitung der Après Ski Party 2011 sind bereits im Gange -
nach der Party ist vor der Party.
Bericht des Spielmannszuges
Den Bericht des Spielmannszuges Götzenhain/Offenthal verlas Reinhard Göckes.
Der Spielmannszuges zählt derzeit 25 Spielleute aus Götzenhain, fünf
davon sind sogar aktive Feuerwehrmänner aus der Einsatzabteilung.
Insgesamt umfasst der Zug 37 aktive Spielleute, Tendenz leicht steigend.
31 musikalische Auftritte konnte der Spielmannszug im vergangenen Jahr
verzeichnen - 11 andere abteilungsinterne Aktivitäten kamen hinzu.
"Ein verändertes Repertoire und Aussehen führte zu einer verstärkten
Nachfrage insbesondere zur Faschingszeit", sagte Göckes.
So erfolgte die Teilnahme an vielen Sitzungen, darunter z.B.
Dietzenbach-Steinberg, Sprendlingen und Umzügen in Mörfelden, Götzenhain,
Neu-Isenburg, Sprendlingen sowie auf allen Dreieicher Faschingssitzungen.
18 Auftritte wurden hierdurch in den ersten beiden Monaten absolviert.
Weitere Auftritte erfolgten im Juni auf dem Offenthaler Gemaafest,
anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuz für Ralf Ackermann,
den Kerbumzügen, beim Waldfest, bei "Stadt und Land - Hand in Hand"
sowie dem Ingelheimer Rotweinfest.
Letztere Veranstaltung habe sich im Laufe der Jahre sehr verändert,
die Idylle lasse nach, jedoch bilde es nach wie vor einen großen
Besuchermagnet.
Ständchen anlässlich des 80. Geburtstages von Günther Gleim,
Josef Richter Ständchen zum 60. Geburtstag und Klaus Zimmer zu
dessen 50. Geburtstag standen ebenfalls auf dem Programm.
Zu den abteilungsinternen Veranstaltungen zählen neben der
Wiesenparty auch der Ausflug, der im Jahr 2009 nach Zetel führte.
Abschließend kritisierte Göckes ein wenig die fehlende Jugendarbeit,
die im Vergleich zu anderen Musikvereinen jedoch aufgrund des
Personalmangels schwer realisierbar sei. Zudem verfolge man im
Gegensatz zur Jugendfeuerwehr ältere Zielgruppen.
Ehrungen
Für ihre 25- bzw. 50-jährige Zugehörigkeit im Verein erhielten
Ronald Schröder und Erwin Eisenhauer entsprechende Urkunden.
Die Feuerwehr: das schwerpunktmäßige, tragende Element
Unter dem Punkt "Verschiedenes" überbrachte Klaus Klepper den
Dank der Götzenhainern Ortsvereine an die Feuerwehr. Viele
Aktivitäten seien ohne die Feuerwehr kaum möglich gewesen.
Sein besonderer Dank gelte zudem dem Spielmannszug.
Klepper richtete eine Bitte an die Feuerwehr: als
schwerpunktmäßiges, tragendes Element möge sie sich einbringen
und unterstützen - beispielsweise beim Dorfbrunnenfest. Insbesondere
diese Fest sei keine kommerzielle Veranstaltung -
"bei uns kann man keinen Stand mieten", so seine Antwort an
eine Abteilung eines Sportvereins - sondern diene der Präsentation
der Vereine und repräsentiere und reflektiere Götzenhain als Dorf.
Sven Engel lieferte am Versammlungsende einen kurzen Einblick in
die Organisation und den Abaluf des Dreieicher Feuerwehrlaufes.
Gegen 22:00 Uhr endete schließlich die Versammlung.
Bilder
25 Bilder von der Fahrzeugübergabe und Versammlung
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