Abschlußübung der Feuerwehr Götzenhain
Brandangriffsübung auf landwirtschaftlichem Gebäude
Samstag, 12. Oktober 2002, nachmittags um kurz nach
vier: Brand in einem landwirtschaftlich genutzten Gebäude. Dichter
Qualm schlägt aus der Scheune der Familie Frank in der Dietzenbacher
Straße 8.
Die Feuerwehr Götzenhain rückt mit drei Fahrzeugen und etwa zwanzig
Feuerwehrleuten zum Einsatz aus. Ein Löschfahrzeug positioniert sich in
der Dietzenbacher Straße.
Zwei weitere Fahrzeuge bauen einen Löschangriff
von der hinteren Zufahrt des Geländes in der Frühlingsstraße auf.
Die
Wassertrupps übernehmen die Wasserversorgung der Löschfahrzeuge: Standrohre
werden gesetzt, Leitungen von den Hydranten zu den Fahrzeugen verlegt.
Die Einsatzleitung übernimmt Joachim Würtz, Götzenhains stellvertretender
Wehrführer. Ralf Keßler und Roland Göckes koordinieren als Gruppenführer
die Trupps ihrer Löschfahrzeuge.
Die Angriffstrupps haben sich bereits auf der Fahrt zum Einsatzort
mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Ihre erste Aufgabe wird die
Menschenrettung im Gebäude sein: vier spielende Kinder werden vermißt, sie
befinden sich wahrscheinlich in der Scheune.
Nach wenigen Minuten
sind drei der Kinder gerettet, das vierte Kind wird ein wenig später
in einem anderen Flügel des Anwesens gefunden.
Die ersten Angriffstrupps
beginnen anschließend mit dem Innenangriff.
Parallel zur Menschenrettung
hat der Außenangriff von zwei Seiten begonnen.
Etwas später bricht der Kontakt über Funk zu einem Angriffstrupp, der im
Obergeschoß der Scheune zur Brandbekämpfung vorging, ab.
Einsatzleiter
Würtz entsendet einen Rettungstrupp der auf die Suche geht. Kurze
Zeit später erhält er eine Rückmeldung: die Kameraden wurden gefunden
und aus dem Obergeschoß der Scheune geführt.
Was wie ein reelles Szenario wirkte, war in Wirklichkeit eine Feuerwehrübung -
die Abschlußübung der Feuerwehr Götzenhain im Jahr 2002. Sie beendet
eine Serie von etwa 15 Übungen, die von den Mitgliedern der Einsatzabteilung
während der Sommermonate absolviert wurden. Weitere Übungen hatten u.a.
die Maschinistenausbildung, Umgang mit Gefahrgut, Kommunikation zwischen
den Führungskräften sowie technische Hilfeleistung zum Thema. Eine
jährlich stattfindende Waldbrandübung stand ebenfalls auf dem Übungsplan.
Bis Ende März finden in zweiwöchigem Turnus Unterrichtsabende im
Feuerwehrhaus statt.
Wehrführer Klaus Klepper zeigte sich mit dem Ablauf der Abschlußübung,
zu der auch Bürgermeister Olschewsky und stellvertretender Stadtbrandinspektor
Locher als Zuschauer gekommen waren, sehr zufrieden und sprach den
Teilnehmern sein Lob aus.
Klepper dankte außerdem der Familie Frank für die
Bereitstellung ihres Anwesens als Übungobjekt. Es kommt in der heutigen Zeit
leider immer seltener vor, daß Bürger auf ihrem Gelände der Feuerwehr
die Durchführung einer Übung ermöglichen.
Gegen 18 Uhr war die Übung beendet. Nachdem die Fahrzeuge im Gerätehaus
angekommen waren, wurde ihre Beladung wieder vervollständigt, Schläuche
aufgeladen, Atemschutzgeräte mit neuen Flaschen versehen und eine
Reinigung der Fahrerhäuser durchgeführt.
Den Übungsabschluß bildete ein gemeinsames Abendessen mit gemütlichem
Beisammensein.
Weitere Informationen zur Abschlußübung aus der Presse